Nuklearmedizin

Die Nuklearmedizin umfasst die medizinische Anwendung von Radiopharmaka in der Diagnostik, Therapie und Wissenschaft. Dabei ermöglicht die Nuklearmedizin bildgebenden Verfahren die Darstellung von Funktion, Durchblutung und Stoffwechsel von Organen. Dank der Nuklearmedizin können physiologische und biochemische Vorgänge im Organismus für den Patienten schmerzlos dargestellt und beurteilt werden. Durch verschiedene, schwach radioaktive Arzneimittel ist es möglich, Krankheitsherde oder Ursachen wesentlich früher im Körper aufzuspüren, als es andere Verfahren tun.

Vielseitige Anwendungen – ob zur Diagnostik oder als Therapie

Aufgrund ihrer spezifischen Anreicherungsmechanismen können Radiopharmaka auch sehr gezielt therapeutisch eingesetzt werden. Nuklearmedizinische Therapien werden häufig in enger Kooperation mit Ärzten verschiedener anderer Fachdisziplinen (z.B. Endokrinologen, Gynäkologen, Onkologen, Chirurgie, Orthopäden) geplant.

Ohne Computer-gestützte Bildgebungsverfahren kommt kaum noch eine medizinische Fachrichtung aus – dies gilt insbesondere für Disziplinen der Radiologie!

Einige Patienten haben unbegründet große Angst vor der radioaktiven Strahlung. Fakt ist, dass der Patient – abgesehen vom Einstich in die Vene, über die die Substanz zugeführt wird – nichts von der Behandlung spürt. Die eingesetzten radioaktiven Substanzen sind in der Regel sehr gering dosiert, zerfallen rasch und werden schnell vom Körper wieder ausgeschieden.

Hauptsächlich wird die Nuklearmedizin im ambulanten Bereich in der Diagnostik von Schilddrüsen-, Skelett- und Nierenerkrankungen eingesetzt